Bericht: Line-Up Event von Focus Home Interactive mit The Technomancer, Blood Bowl 2 und vielem mehr

Bericht: Line-Up Event von Focus Home Interactive mit The Technomancer, Blood Bowl 2 und vielem mehr

Focus Home Interactive rief und wir folgten dem Ruf nach München. Sechs Titel stellen das Haupt Line Up dar und wir durften exklusiven Präsentationen beiwohnen.

Bericht: Line-Up Event von Focus Home Interactive mit The Technomancer, Blood Bowl 2 und vielem mehr

München 14 Uhr, die Sonne strahlt, das Haar – ach lassen wir das. Pünktlich fährt der ICE im Münchner Hauptbahnhof ein. Nichts wie raus und die rund 15 Minuten Fußweg zur Event Location hinter mich bringen. Was mich wohl erwarten wird? Vorab hieß es nur „Focus Home Interactive präsentiert das Line Up 2015“. Angekommen warteten nicht weniger als sechs Präsentationsstationen auf mich. Neben bereits angekündigten Titeln wie dem Echtzeitstrategiespiel Act of Aggression, dem First-Person-Shooter Space Hulk Deathwing, Mordheim: City of the Damned oder dem – wie soll man es nur beschreiben? – „Footballspiel“ Blood Bowl 2 überraschte man auch mit den Premieren von Battlefleet Gothic Armada und dem mehr als interessanten Action-Rollenspiel The Technomancer. Sehr viel GamesWorkshop und Warhammer also. Aber rein in die Vorberichterstattung…

Space Hulk Deathwing

spacehulk_deathwing-01

Hinter Space Hulk Deathwing verbirgt sich ein First-Person-Shooter im Space Marines Universum, der wahlweise solo oder auch im 4er Koop angegangen werden kann. Wie die Entwickler versprechen, wird das Spiel sowohl Neulinge im Universum, als auch Kenner zugleich ansprechen. Letzte sollen an allen Ecken und Enden Bekanntes entdecken können. Die gezeigten Szenen versprechen vor allem eines: hemmungslose Action. Neben zahlreichen Schusswaffen oder einem Flammenwerfer, der die Feinde zurückschrecken lässt und ihr sie so hinterrücks durch eine Team-Kameraden überrumpeln lassen könnt, können wir unseren Space Marine auch rein mit Nahkampfwaffen ausstaffieren und sollen so, laut den Entwicklern, ein vollkommen anderes Spielgefühl erleben. Denn können wir sonst aus der Ferne agieren sind nun Melee-Attacken gefordert. Wenn ihr solo unterwegs seid dürft ihr den drei unterstützenden Space Marines Anweisungen wie Angriff, Heilen oder Folgen geben. Besonders stolz sind die Entwickler auf die adaptive KI. Soll heißen, die Gegner agieren immer anders. Man kann sich so nie auf ein gleiches Schema einstellen. Leider ließ der aktuelle Entwicklungsstand eine genauere Betrachtung der KI noch nicht zu. Apropos Gegner, die echsenartigen Wesen die wir in der Demonstration bewundern konnten, besitzen ein Schwarmgedächtnis. Wenn einer den Spieler sieht, dann wissen alle Bescheid. Wenn sie erst mal in Rudeln anrennen, hat man auch als Super-Elite-Soldat kaum noch eine Chance. Aber das Gefühl eines unbesiegbaren Supersoldaten möchten die Entwickler sowieso nicht vermitteln. Dafür sorgen auch die riesigen Areale und Hallen, die unseren Space Marine wie eine klitzekleine Fliege wirken lassen. „Wir möchten, dass sich die Spieler klein und unsicher fühlen in den riesigen Hallen. Ein klaustrophobisches Gefühl können wir auch mit großen Räumen erzeugen.“ So die Entwickler. Space Hulk Deathwing erscheint nach aktuellen Planungen Ende des Jahres für PlayStation 4, Xbox One und den PC.

Blood Bowl 2

Bloodbowl2-12

Als Nächstes ging’s über zu Blood Bowl 2, das entgegen anderer Meldungen erst im Mai oder Juni für PC, PlayStation 4 und Xbox One erscheinen wird. Blood Bowl 2 bietet neben einem Multiplayer-Modus und dem üblichen Freundschaftsspiel auch eine üppige, rund 30 stündige Kampagne. Diese soll laut dem Entwickler de Einstig in das Blood Bowl Universum erleichtern und ein Tutorial ersetzen. Dabei werden zu Beginn die Regeln vereinfacht und nach und nach kommen neue Regeln hinzu, so dass man im letzten Abschnitt der Kampagne das gesamte Spektrum, welches Blood Bowl 2 bietet, erfassen kann. In der Kampagne selbst startet ihr als Rookie Coach in das blutige Geschäft. Euer Job: ein heruntergekommenes Team zum Meister machen. Dabei wählen wir zu Beginn eine der zahlreichen Klassen, wie Menschen, Dunkelelfen oder Orks – die jeweils mit unterschiedlichen Fähigkeiten ausgestattet sind – geben unserem Team einen Namen, ein Logo und eine Vereinsfarbe. Zu guter Letzt wählen wir ein Stadion, welches wir nach und nach ausbauen dürfen, und schon geht es raus auf den Platz der den Tod bedeuten kann. Wie von Blood Bowl gewohnt geht es dabei gewohnt taktisch zu. Das Match findet auf einer Taktikkarte mit Feldern statt, gespielt wird im Rundensystem. Jeder Spieler macht einen Zug, bringt seine Figuren in Stellung und wirft das Ei hin und her. Ziel ist es, wie beim Football, in die Endzone der Gegner zu kommen, ein Tor zu schießen oder einfach das gegnerische Team kalt zu stellen. Blood Bowl 2 bietet nun aber auch eine Manager-Komponente. So gilt es sein Team zusammen zu stellen, Spieler zu trainieren und sich um das Leben seiner Stars zu kümmern. Jeder Spieler hat dabei allgemeine Statistiken, die abhängig von Team und Rasse variieren, und einige spezielle Fähigkeiten. Wer diese trainiert, bekommt bessere Ergebnisse auf dem Platz. Insgesamt sieht Blood Bowl 2 nach einer lustigen Abwechslung der sonst üblichen Sportspiele aus und fasziniert vor allem durch die liebevoll gestalteten Monster und den Comic-Look.

Mordheim: City of the Damned

Mordheim-08

Mit Mordheim: City of the Damned wartete Tabletop-Klassiker und Teil der Welt von Warhammer Fantasy auf mich. Mordheim: City of the Fallen stellt dabei die erste Videospiel-Adaption der Vor-lage dar. Aktuell befindet sich der Titel bereits seit einiger Zeit in der Early-Access-Phase auf Steam und laut den Entwicklern bekommen sie ein großartiges Feedback der Spieler um das Spiel zum geplanten Release Ende des Jahres, dann im Übrigen auch für PlayStation 4 und Xbox One, nahezu perfekt zu machen. In Mordheim: City oft he Damned zieht man ähnlich wie in Valkyria Chronicles rundenweise aus der Schulterperspektive in den Kampf. Jede Lauf- oder Kletteraktion kostet blaue Bewegungspunkte deren Reichweite übersichtlich durch einen Kreis auf dem Boden dargestellt wird. Für den Kampf hingegen verwenden wir rote Punkte. Bei Angriffen und Aktionen findet im Hintergrund immer ein Würfelwurf statt, sodass sich schnell Tabletop-Feeling einstellt. Die präsentierte Karte war zufallsgeneriert, so dass die Umgebung jedes Mal anders aussieht. Die Entwickler wollen so erreiche, dass kein Spiel dem anderen gleicht. Interessant ist zudem, dass mu-tierte Wesen Angst bei Menschen verursachen und so die Angriffskraft schwächen können. Insge-samt hat Mordheim: City of the Damned einen guten Eindruck hinterlassen und Liebhaber von Taktik und rundenbasierten Kämpfen sollten einen Blick riskieren und die Entwickler im Early-Access unterstützen.

Act of Aggression

Act_of_Aggression-06

In Act of Agression wehte mir ein klein wenig der Hauch von Command & Conquer entgegen. In diesem Echtzeitstrategiespiel geht es um Basenbau, Basenbau und nochmals Basenbau. Ich durfte bewundern, wie die US-Armee , die als eine von drei Fraktionen 2030 in den Krieg gegen private Militärkonzerne zieht, ihre Mittel und Ressourcen erweitert. Act of Agression orientiert sich dabei ausdrücklich an Spielen wie Command & Conquer: Generäle und Act of War. Der Basenbau läuft daher klassisch ab. In einem bestimmten Radius rund um das Hauptgebäude dürfen wir weitere Gebäude wie Kasernen oder Kraftwerke errichten. Den Bauradius können wir durch den Bau spezieller Gebäude erweitern. Anders als in den geistigen Vorbildern gilt es vier Rohstoffe und ein Bankkonto zu pflegen und zu sammeln. Dazu werden Sammelstätten, etwa eine Raffinerie, im Umkreis der Ressourcen errichtet. Für den Kampf nutzt man das bekannte Schere-Stein-Papier-Prinzip. Soll heißen jede Einheit kann besonders gut gegen eine andere Einheit, während sie selbst auch eine Schwachstelle hat. Neben Infanterie, Panzer, Helis, Kampfjets oder leichten Fahrzeugen stehen uns auch Superwaffen zur Verfügung, die uns allerdings noch nicht präsentiert werden konnten. Act of Aggression soll voraussichtlich im Mai 2015 erscheinen und machte auf mich den Eindruck, als ob da ein würdiger inoffizieller Nachfolger der Command & Conquer Reihe auf uns warten könnte. Command & Conquer Fans der ersten Stunden wie ich sollten sich den Titel auf jeden Fall vormerken.

The Technomancer

The_Technomancer_Artwork2

Zuletzt ging es zum Action-Rollenspiel The Technomancer für die sich die „Bound by Flame“-Entwickler von Spiders verantwortlich zeichnen. The Technomancer versetzt uns auf den kolonialisierten Mars. Die Kolonien haben den Kontakt mit der Erde verloren und so bilden sich nach und nach mehrere Fraktionen, die – wie sollte es anders sein – sich nicht grün sind. Zu allem Überfluss machen uns auch die auf dem Mars beheimateten Monster das Leben schwer. In der Demonstration betreten wir eine sowjetisch angehauchte Stadt, in der wir nicht nur Händler treffen und so neue Items erlangen können, sondern uns auch Missionen von unserer Vorgesetzten abholen können. In The Technomancer schlüpfen wir in die Rolle eines, jüngst aus dem Grundlagentraining entlassenen Technomancers. Diese genetisch veränderten Menschen sind Meister der Elektrizität. Soll heißen sie können Lichtblitze abfeuern wie einst in inFamous. Neben der Fähigkeit mit Elektrizität umzugehen werden die Technomancer auch den Mars und alles um sie herum adaptieren können. Was damit genau gemeint ist beziehungsweise, wie sich dies genau auswirken wird konnten uns die Entwickler leider noch nicht zeigen. Man darf aber gespannt sein.

Aber was wäre ein Action-Rollenspiel ohne Waffen? Neben erwähnten Blitzen greift unser Held auch zu zahlreichen Waffen. Dabei stehen uns Nahkampfwaffen, Waffen für den Fernkampf, Schusswaffen oder aber auch Schilde zur Verfügung. Das Kampfsystem orientiert sich hierbei nach dem altbekannten Prinzip: kurzer Buttondruck für eine schnelle Standardattacke, langer Knopdfruck für eine härtere Attacke, die mehr Schaden anrichtet unseren Helden aber auch länger beschäftigt und ungeschützt zurück lässt. The Technomancer stellt uns stets zwei Begleiter zur Seite, die sich selbstständig ins Kampfgeschehen einmischen und dies auch in dieser frühen Alpha-Phase bereits ganz gut tun. Wie für ein Action-Rollenspiel heutzutage üblich wird auch in The Technomancer viel geredet, sehr viel. Dabei stehen uns stets mehrere Dialogoptionen zur Auswahl, die zu einem unterschiedlichen Ergebnis führen. Generell bietet das Spiel eine große Entscheidungsfreiheit. So durfte wir am Ende der gezeigten Demo wählen, ob wir den von uns verfolgten und gejagten Schurken Boris fliehen, verhaften oder eliminieren sollen. Je nachdem wie wir uns entscheiden steigt unser Charma. Lassen wir ihn fliehen, kann es gut sein, dass wir ihn im weiteren Spielverlauf nochmals zu Gesicht bekommen werden. Diese Entscheidungen bringen auch unterschiedliche Enden mit sich, so dass es sich laut den Entwicklern lohnen wird den Titel mehrfach durchzuspielen. Mit dem bereits erwähnten Charma dürfen wir auch im Skilltree unsere Fähigkeiten erweitern. Dabei werden vier unterschiedliche Fähigkeiten zur Verfügung stehen, die einen komplett anderen Spielstil nach sich ziehen werden. Laut den Entwicklern wird man so seinem präferierten Spielstil verfolgen und mächtig ausbauen können. Uns hat die Entscheidungsfreiheit sowie das Setting von The Technomancer äußerst gefallen und ich bin gespannt mehr vom Titel sehen und bald selbst Hand anlegen zu können. Rollenspielfans sollten sich den Titel zumindest schon mal vormerken für das kommende Jahr.

Focus_Home_Interactive_LineUp_Event

Darüber hinaus dufte ich noch einen sehr frühen Build des Weltraumspektakels Battlefleet Gothic Armada bewundern. Aufgrund des wirklich sehr frühen Builds möchte ich hier jedoch keine großen Eindrücke des im Warhammer 40k Universums angesiedelten Spiels vermitteln. Es ist noch jede Menge Arbeit zu erledigen bis zum angedachten Release im kommenden Jahr für den PC.

Focus_Home_Interactive_LineUp_Event

Das war er also der Tag bei Focus Home Interactive mit zahlreichen Eindrücken, die ein vielversprechendes Line Up bei uns zurückgelassen haben. Allen voran Blood Bowl 2, Act of Aggression und das wirklich bereits in der frühen Alpha Phase überzeugende Action-Rollenspiel The Technomancer – schade dass dieses erst im kommenden Jahr, dann aber für PC und Konsolen, erscheinen wird – lassen mich freudestrahlend auf diesen Nachmittag zurückblicken.

PLAYMoments

Playmoments bietet täglich brandheiße News aus der Welt des Gamings und stets Reviews und Previews zu aktuellen Games.

Klicke Mich

TwitterFacebookGooglePlus

Kontaktiere Mich

Mail