Kevin „lpmitkev“ Parol bei uns im Interview

Kevin „lpmitkev“ Parol bei uns im Interview

Wir trafen Kevin Parol auf der RPC 2015 und plauderten ein wenig mit ihm über seine YouTube-Karriere!

Kevin „lpmitkev“ Parol bei uns im Interview

Wir hatten die einmalige Chance mit YouTuber Kevin Parol – besser bekannt unter seinem Channelnamen lpmitkev – vergangenes Wochenende auf der RPC zu plaudern! Kevin Parol zählt zu Deutschlands bekanntesten Youtubern. Seine „Let’s Plays“ und Videoblogs begeistern jetzt schon knapp 700.000 Abonnenten auf YouTube!

Dein YouTube-Kanal ist ja quasi überlaufen mit deinen legendären Minecraft-Videos. Was fasziniert dich an an dem Spiel? Warum gerade Minecraft?
Minecraft ist für mich das geilste Spiel überhaupt. Einfach aus folgendem Grund: Es setzt keine Grenzen. Das Spiel ist ja auf Java aufgebaut – das heißt, jeder kann seine eigenen Erweiterungen hinzufügen und das Spiel nach seinem Geschmack individualisieren. Es gibt Modpacks mit denen man zum Beispiel Atomreaktoren bauen kann, mit denen man im Spiel zaubern kann. Außerdem gibt’s Server auf denen man beispielsweise Battlefield oder Star Wars spielen kann. Minecraft beinhaltet quasi Alles und gleichzeitig auch Nichts – wenn man seine eigene Kreativität hier mit einbringt dann kriegt man eben viel mehr zurück – deshalb spiele ich das Spiel auch schon seit fünf Jahren! Aber, es gibt ja auch noch andere Videos auf meinem Kanal: ich spiele regelmäßig auch andere Titel, aber der Fokus liegt natürlich bei Minecraft weil es eben einfach so geil ist.

Du fungierst ja als ein Vorbild für viele deiner Fans. Wer war damals für dich ein großes YouTube-Idol? Was hat dich bewegt, mit YouTube anzufangen?
Also ich habe Let’s Plays das erste Mal tatsächlich bei Gronkh gesehen – wer kennt ihn nicht? – und da hab ich mir gedacht „Hey, ich spiel doch auch leidenschaftlich gerne!“. Ich habe damals auch gar nicht an diesen Erfolg gedacht sondern nur daran, wieviel Spaß es macht mit meinen Freunden zu zocken. Und dann dachte ich mir, ich probier‘ das einfach mal; ich quatsche gerne, ich spiele gerne – einfach mal versuchen ein Hobby daraus zu entwickeln. Die Qualität am Anfang damals war auch ziemlich bescheiden – wenn ich mir heute die Videos angucke, lach‘ ich mich tot! Nach und nach hat sich das dann aber mit der wachsenden Community gewandelt: die haben dann zum Beispiel gemeint „Hey, warum versuchst du es mal nicht mit der und der Einstellung?“ oder „Hol doch mal eine Webcam mit dazu.“ Das ist dann von Jahr zu Jahr immer mehr geworden und jetzt mittlerweile steht praktisch ein ganzes Studio zu Hause.

War das dann eine Art schleichender Prozess oder kam das plötzlich? Du hast ja – wie jeder andere auch – mit null Abonnenten angefangen und mittlerweile bist du bei über 700.000 Stück!
Hmm…das ist schwierig zu beantworten, weil YouTube an sich hat sich seit damals auch viel geändert. Ich weiß noch, es hat damals ein halbes Jahr gedauert knapp 500 Abonnenten aus dem Nichts zu generieren. Heute, finde ich, sind 500 Abonnenten schnell erreicht weil das alles viel etablierter ist in YouTube. Damals steckte YouTube noch relativ in den Kinderschuhen, da hat man sich schon so sehr über die 500 Abonnenten gefreut weil es so lange gedauert hat. Aber dann kam bei mir ca. 2014 der Punkt an dem ich angefangen habe, auch mit anderen YouTubern wie beispielsweise Unge zusammenzuarbeiten und dann hat sich das irgendwie einfach so ergeben.

Fühlt sich bei dir Zocken mittlerweile noch nach einem Hobby an oder doch schon mehr wie ein Job? Du hast ja quasi diese Art Pflichtbewusstsein, immer neuen Content für deine Zuschauer online zu bringen.
Das ist zwar richtig, aber ich bin generell eigentlich überhaupt nicht verpflichtet. Ich könnte natürlich auch sagen „Ich mache heute mal nichts“. Aber ich merke das dann wenn ich zum Beispiel mit meiner Freundin im Urlaub bin: ich produziere dann zwar immer fleißig vor damit ich vermeintlich nichts machen muss aber „zufälligerweise“ ist der Laptop dann halt doch dabei! Und dann ergibt sich das dann schon mal wenn ich in der Sonne lieg und Lust bekomme eine Stunde Hearthstone zu spielen oder so. Es ist eben oft so dass ich vieles spiele und dabei aufnehme – manchmal kann ich dann keine Grenze mehr ziehen und dann kann ich nichtmehr genau sagen ob ich das jetzt spiele, weil ich es zocken will oder ob ich das für die Aufnahme tue. Aber das Spielen an sich ist definitiv ein fester Bestandteil meines Hobbys.

Hat sich bei dir die Interaktion mit den Fans über die Jahre verändert? Am Anfang freut man sich ja bestimmt über einzelne Kommentare und antwortet auf jeden einzeln – wie ist das jetzt, wo du so eine Riesen-Community hast?
Tatsächlich muss ich sagen, die Kommunikation ist besser geworden jetzt wo es mehr Follower sind. Am Anfang war es wirklich so, man hat jeden Kommentar zu hundert Prozent verinnerlicht. Zu bestimmten Themen kamen dann die „Hater“ dazu und wenn die loslegen dann trifft das einen so früh schon sehr hart. Mittlerweile ist es eben so dass ich durch die große Anzahl an Fans einfach einen besseren Überblick habe: am Anfang sieht man in den wenigen Zuschauern nur eine bestimmte Denkweise und je mehr es dann werden, desto mehr Meinungen entdeckt man und desto größer ist dann das Gesamtbild. Natürlich ist es mittlerweile so dass ich es nicht mehr schaffe, jeden einzelnen Kommentar zu beantworten – das war mit 500 Abonnenten noch der Fall. Aber für so eine direktere Interaktion habe ich ja auch die Live-Streams mit ein paar tausend Zuschauern im Vergleich zu den 100.000 bei den Videos. Da kann ich dann eben live eine Frage stellen, die Zuschauer antworten und ich überfliege dann mit einem Auge den Chatverlauf. Natürlich versuche ich dann auch mein Bestes und gehe auf alles ein was die Fans dann so schreiben. Ich habe außerdem eine eMail-Adresse – zuschauer@lpmitkev.de – da kann jeder hinschreiben und ich habe erfahren, dass ich und meine zwei Brüder, für die ich das ebenfalls eingerichtet habe, die einzigen sind die so eine Art Zuschauer-Kontakt-Adresse für die Viewer haben. Da beantworte ich täglich rund hundert Mails, welche die Zuschauer direkt an mich schicken können.

Meinst du, dass es heutzutage schwerer ist, in diese Let’s Play-Szene mit einzusteigen?
Definitiv. Also ich will nicht sagen dass der Markt gesättigt ist – wenn man Talent hat kann man sich immer noch durchsetzen und die Leute begeistern, aber viele Nischen sind nach der ganzen Zeit eben schon besetzt. Außerdem ist es gerade deshalb schwierig, weil YouTube selbst die großen YouTuber auf der Startseite präsentiert. Was ich auch schade finde, ist dass die Erwartungen heutzutage so hoch sind: früher hat man ja gesehen – ich konnte trotz extrem schlechtem Equipment viele Menschen begeistern und eine Community aufbauen. Mittlerweile hat sich aber ein gewisser Standard in Sachen Qualität durchgesetzt, dem neue YouTuber nachkommen müssen da die Latte schon ziemlich weit oben liegt…

Hast du zum Abschluss noch Tipps für all die anstrebenden, neuen YouTuber da draußen?
Auf jeden Fall! Es gibt viele da draußen die meinen „Ich möchte Let’s Player werden, da es ein Traumjob ist“ – das ist meiner Meinung nach der falsche Weg. Ich hab damals mit YouTube angefangen weil es ein Hobby ist. Dass sich das Ganze hier zum Erfolg entwickelt hat ist fantastisch, ich freue mich jeden Tag darüber. Dieser Einstieg ist eben schwer. Man sollte auf alle Fälle man selbst bleiben, Spaß am Zocken haben und wenn man selbst Spaß hat, dann kann man auch seine Zuschauer begeistern!

Führ mehr Videos mit Kevin, rund um Minecraft und andere Spiele sowie auch seine aufwendig produzierten V-Logs (auch der zur RPC 2015), schaut doch einmal direkt auf seinem Channel lpmitkev vorbei!

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