[Special] USK & BPjM – Zensur in Videospielen und Bevormundung der deutschen Spieler

[Special] USK & BPjM – Zensur in Videospielen und Bevormundung der deutschen Spieler

Wir wagen einen kleinen Blick auf die Institutionen der USK & BPjM sowie deren Arbeit in Deutschland.

[Special] USK & BPjM – Zensur in Videospielen und Bevormundung der deutschen Spieler

Ausblick

Prinzipiell zwängen diese Strukturen die Beteiligten grob in zweierlei Rollen: Den mündigen Bürger, auf der einen Seite, der als Spieler freie Wahl auf die vorhandene Software haben möchte, sowie den Prüfer der Minderjährige vor jugendgefährdenden Inhalten schützen will. Eine Kollision der Interessen ist wohl unvermeidbar, einen Mittelweg zu finden so gut wie unmöglich.

Trotz zahlreicher Kritik wird der Staat wohl nicht von seinen strengen Richtlinien wegtreten. Auch wenn Indizierung und hohe Alterseinstufungen durchaus mal den gegenteiligen Effekt haben, als es von den Prüfern oder gar dem Staat beabsichtigt ist, zeigt man sich jedoch wenigstens hartnäckig. An Credibility verliert die Institution aber eklatanter Weise nicht in diesen Momenten, sondern wenn sie plötzlich mit wahnwitzigen Begründungen ihrer Entscheidungen um die Ecke kommen.

Ein gelungenes Beispiel hierfür wäre wohl das Anfang 2015 erschienene Mortal Kombat X, welches mit einer „einfachen“ 18er-Kennzeichnung ausgezeichnet wurde. Vor allem die Fatality-Moves die euch auf anschauliche und brutale Weise diverse Knochenbrüche und innere Verletzungen demonstrieren, sollen zu einer so massiven Gewaltdarstellung beigetragen haben, dass man sie schon nicht mehr ernst nehmen könne. Fazit also: Das Spiel ist so brutal, dass es schon wieder keine Gefahr darstellt. Diesem Umstand ist natürlich auch der Fakt zuträglich, dass Indizierungen und Beschlagnahmungen durch ein ständig wandelndes Gesellschaftsbild auch immer wieder hinfällig werden.

Mortal-Kombat-X

Während Alterskontrollen noch weitestgehend akzeptabel für das erwachsene Publikum scheinen, sind Indizierungen und Zensuren eine ganz andere Hausnummer. Spiele als zeitgenössische Kunstform zu akzeptieren würde zumindest einen Kompromiss im weitesten Sinne bedeuten und vielleicht auch die harten Fronten derer ein Stück weit öffnen, die Videospiele ohnehin ohne jegliche Grundlage als gewalttätig abtun.
Letztendlich ist es wohl alles eine Frage der Sichtweise.  Und so werden wir Spieler wohl noch viele weitere Jahre mit der USK und BPjM leben müssen.

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