[Kolumne] PlayStation Meeting: Die PlayStation 4 S(ch)limm und andere Katastrophen

[Kolumne] PlayStation Meeting: Die PlayStation 4 S(ch)limm und andere Katastrophen

Sony lässt die Katze aus dem Sack und wirft mehr Fragen als Antworten auf.

[Kolumne] PlayStation Meeting: Die PlayStation 4 S(ch)limm und andere Katastrophen

Am vergangenen Abend stellte Sony in New York mit der PlayStation 4 Slim und der PlayStation 4 Pro zwei neue Modelle der aktuellen Konsole vor. Während man zur Slim-Variante noch keine genaueren Aussagen traf, sondern lediglich von einer Größenreduzierung und einer Reduzierung des Stromverbrauchs sprach, wurde die PlayStation 4 Pro ausführlich vorgestellt.

Die PlayStation 4 Slim – eine Konsole die (eigentlich) niemand braucht

Aber bleiben wir zunächst bei der PlayStation 4 Slim, die wohl – Sony hat sich dazu noch nicht geäußert – das bisherige normale Modell ablösen wird. Doch wer wird diese Konsole kaufen? Ja, mit einem Preis von 299 Euro ist sie relativ günstig zu haben und eröffnet nun einem noch größeren Publikum den Einstieg in die schöne PlayStation-Welt. Doch sind wir mal ehrlich, wer als Gamer vor die Wahl gestellt wird eine PlayStation 4 Slim für 299 Euro zu kaufen oder eine PlayStation 4 Pro für 399 Euro, für welche Konsole wird sich derjenige wohl entscheiden? Richtig, meiner Meinung nach wird die PlayStation 4 Slim ein teurer Ladenhüter, Briefbeschwerer oder auch nur Elektroschrott.

Da der Preisunterschied zur Pro-Variante dermaßen marginal ausfällt, werden viele die PlayStation 4 Slim in den Regalen stehen lassen. Zumal sie bis auf einige äußere Anpassungen, leistungstechnisch identisch zum aktuellen Modell ist.

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Die PlayStation 4 Pro – super Preis, aber ein Schlag ins Gesicht für Frischlinge

Oh ja, die PlayStation 4 Pro wird endlich echtes 4K-Gaming in die Wohnzimmer dieser Welt zaubern und das weit bevor Konkurrent Microsoft mit der Scorpio dazu fähig ist. Fraglich bleibt nur, ob sich auch genügend Third-Party-Hersteller die Mühe machen werden, wirklich zwei Versionen ihrer Spiele zu entwickeln, oder ob die PS4 Pro-Features hauptsächlich den First-Party Spielen, wie etwa dem kommenden Spider-Man von Insomniac Games oder Horizon: Zero Dawn von Guerilla Games vorbehalten bleibt.

Ein Knaller ist natürlich auch der Preis. Allerdings nur für diejenigen, die sich nicht erst in den letzten Wochen und Monaten eine normale PS4 für um die 350 Euro – so waren zumindest die letzten Angebote meistens getaktet – oder die, die sich Technik-Nerds nennen. Wie gesagt, wer sich erst eine PlayStation 4 gekauft hat, wird sich schon fragen, wieso Sony so eine schwache Kommunikation betrieb und nicht etwa wie Microsoft bereits frühzeitig informierte. Immerhin hätte man sich mit etwas Warten und einer marginalen Mehrinvestition auch eine leistungsstärkere Konsole holen können. Dieser Kritik muss sich Sony leider stellen und es ist an der Kommunikation und vielleicht auch einem Eintauschprogramm, diese Kritik im Keim zu ersticken!

Die PlayStation VR-Lüge

Gravierender ist aber sicherlich die ewige Beteuerung Sonys im Vorfeld, das PlayStation VR auch mit der normalen PlayStation 4 laufen wird. Und ja, das ist der Fall und der Begriff „Lüge“ vielleicht etwas hart, aber als baldiger PlayStation VR-Käufer – immerhin sind gut 100.000 Stück in Deutschland vorbestellt, fragt man sich schon, ob man nun auch eine PlayStation 4 Pro sein Eigen nennen muss, um sich nicht als PlayStation VR-Nutzer zweiter Klasse zu fühlen.

PlayStation VR

Immerhin verspricht Sony dank der Leistungsfähigkeit der PS4 Pro auch einen Gewinn für PlayStation VR in Sachen Auflösung, Bildrate etc. was dem allgemeinen Erlebnis VR zugutekommen wird. So fühlt man sich mit seiner 400 Euro teuren VR-Hardware schon beinahe dazu genötigt, diesen Betrag nochmals in die PlayStation 4 Pro zu investieren. Auch diese Kritik könnte man mit einem Eintauschprogramm im Keim ersticken!

Die Lösung ist so einfach!

Sony, bitte bietet baldmöglichst ein Eintauschprogramm an. So könnte vieles an Kritik, die nun auf euch einprasselt, aufgelöst werden. Wer wäre denn nicht bereit im Tausch gegen seine alte PS4 und einem Aufpreis von 100 oder 150 Euro eine PlayStation 4 Pro sein Eigen zu nennen? Denn im Grunde genommen ist die PlayStation 4 Pro ein Stück wunderbare Hardware, die Microsoft zumindest bis zum Launch der Scorpio weiter in die Schranken weißen wird. Einzig die Kommunikation und das Marketing drumherum sorgt, verständlicherweise, für viel Ärger bei den Kunden!

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