[Kolumne] Warum Release-Verschiebungen manchmal die bessere Wahl sind

[Kolumne] Warum Release-Verschiebungen manchmal die bessere Wahl sind

Release-Verschiebungen sind ärgerlich. Manchmal aber einfach die bessere Wahl!

[Kolumne] Warum Release-Verschiebungen manchmal die bessere Wahl sind

Sind wir mal ehrlich: Man ärgert sich schon gehörig, wenn DAS Game, auf das man seit Monaten wartet kurz vor Release verschoben wird, man mal wieder seinen extra für die Launchwoche geplanten Urlaub verschieben muss und man einfach noch länger auf dieses eine Game warten muss, das für einen die Welt bedeutet. So ging es mir auch mit Uncharted 4: A Thief’s End, das zigfach von Sony und Naughty Dog verschoben wurde. Doch ärgern wir uns nicht noch vielmehr darüber, wenn ein Spiel scheinbar unfertig auf den Markt kommt und trotz eines riesigen Day-One-Patches noch immer unter Bugs leidet?

Ein Blick in die jüngere Vergangenheit verrät, dass es genügend Beispiele dafür gab, dass Publisher das anfangs kommunizierte Releasedatum unbedingt einhalten wollten und dafür mit reichlich Hohn und Spott bezahlten. So geschehen beim scheinbar komplett verbuggt veröffentlichten Assassin’s Creed Unity. Was gab es da in den ersten Tagen und Wochen nach Release nicht für wunderbare Bilder von entstellten Charakteren, deren Gesichter wie aus der Körperwelten-Ausstellung aussahen. Noch schlimmer erwischte es die PC-Version von Batman: Arkham Knight, deren Bugs Publisher Warner Bros. sogar dazu zwang das Spiel wochenlang aus den Verkauf zu nehmen, bis endlich ein Patch herausgebracht werden konnte, der die meisten Schnitzer beseitigte.

Dennoch sind die kritischen Stimmen bei Bekanntgabe von Release-Verschiebungen verständlicherweise immer sehr laut und Publisher als auch Entwickler denken sicherlich dreimal darüber nach, ob sie sich diesen Shitstorm nach einer Verschiebung aussetzen wollen. Man denke da zuletzt zum Beispiel auch an Final Fantasy XV, das eigentlich bereits erhältlich sein sollte, doch nun erst im November veröffentlicht wird. Hier hat Square Enix gut gehandelt und Game Director Hajime Tabata hat sich in einem emotionalen Video direkt an die Fans gewandt und erklärt, wieso man sich zu diesem Schritt entschloss. Richtiges Krisenmanagement ist in diesen Situationen wichtig und sicherlich das kleinere Übel, als ein unfertiges Spiel auf den Markt zu werfen und seinem Ruf vielleicht nachhaltig zu schädigen.

Warum ich diese Zeilen gerade heute schreibe? Nun, in diesen Tagen ist in der Redaktion ein Testmuster eines Spiels angekommen, bei dem sich die Verantwortlichen offenbar nicht die Blöße einer Release-Verschiebungen geben wollten. Die Rede ist von Mafia III. Sicherlich ist es weit entfernt davon ein Desaster zu sein und auch trotz der Mängel, die wir bereits in unserem Ersteindruck zur Papier brachten, absolut spielbar. Dennoch müssen sich 2K und Hangar 13 die Frage gefallen lassen müssen, wieso man sich nicht vor einigen Wochen dazu entschloss ganz offen zu sein und und den Fans zu sagen ‚Sorry, wir brauchen noch etwas mehr Zeit‘. Denn mit einer Verschiebung um die ein oder andere Woche hätte man sicherlich den ein oder anderen groben Schnitzer in Sachen Technik noch ausmerzen können, der schlussendlich auch zu einem besseren Wertungsschnitt geführt hätte, wie er nun zu erwarten ist.

Daher meine ich, dass Release-Verschiebungen, so bitter sie für die Fans und auch die Entwickler sowie Publisher sein mögen, manchmal einfach die bessere Wahl sind!

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