Mafia III – unser Ersteindruck

Mafia III – unser Ersteindruck

Nach dem gestrigen Release konnten auch wir die finale Fassung von Mafia III endlich spielen. Hier unser Ersteindruck!

Mafia III – unser Ersteindruck

Bereits vor einigen Tagen machte eine Meldung die Runde, die Spieler und auch unsere Redaktion in Aufregung versetzte: Testmuster zu Mafia III werden erst zum Release verschickt! Zwar ist dies nichts Ungewöhnliches, doch bei solchen Spielen wie Mafia III doch eher ungewöhnlich und wie die Vergangenheit zeigte, oftmals auch ein Vorbote eines technisch nicht ganz sauberen Spiels. Nachdem uns das Testmuster zum Open-World-Hit am gestrigen Launch-Day erreichte, unser Test daher noch bis Anfang/Mitte der kommende Woche auf sich warten lässt, wollen wir euch zum Wochenende immerhin einen Ersteindruck präsentieren.

Sagenhafte Präsentation

An der Präsentation von Mafia III gibt es nichts zu rütteln!

An der Präsentation von Mafia III gibt es nichts zu rütteln!

Bereits im mit rund zwei Stunden recht üppigen Prolog zeigt Mafia III, dass die Entwickler von Hangar 13 sehr großen Wert auf die Präsentation gelegt haben. So wird ein Teil der Handlung immer wieder mithilfe von Interviews wiedergegeben. Zudem gibt es immer wieder Zwischensequenzen, die nach dem Prolog leider deutlich weniger werden, in denen der Unterschied zu ein Film kaum erkennbar ist. So nimmt man sich zu Beginn, der alles andere als Open-World ist, die Zeit die wichtigsten Charaktere einzuführen und die Motivation hinter Lincoln’s Rachefeldzug darzustellen. Überzeugen kann dabei auch in vielen Teilen die deutsche Synchronisation.

Die Atmosphäre der US-Südstaaten wird auch gekonnt durch den nahezu perfekten Soundtrack eingefangen. Auch die Dialoge, die anfangs sehr roh wirken, dienen dazu die Zeit authentisch wiederzugeben und auch die gesamte Erzählung der Rache-Story besser wiederzugeben. Dazu trägt auch die Brutalität bei, mit der Lincoln, insbesondere nach dem Anschlag auf den Black Mob, zu Werke geht bei. Der offen zur Schau gestellte Rassismus ist ebenfalls allgegenwärtig und wirkt keinesfalls aufgesetzt, sondern trägt zur Authentizität bei – immerhin spielt Mafia III zum Ende der 1960er Jahre in den Südstaaten der USA.

Lahmes Missionsdesign und teils grausige Technik

Lincoln wartet auf das Eintreffen der Haitianer um eine Mission nach Schema F zu erledigen.

Lincoln wartet auf das Eintreffen der Haitianer um eine Mission nach Schema F zu erledigen.

Was sich Hangar 13 in Sachen Atmosphäre, Spannung in der Story und authentischen Charakteren aufbaut, wirft man mit der Technik von Mafia III beinahe komplett wieder um. Zwar sehen die Zwischensequenzen sensationell aus, was auch an der tollen Mimik der Charaktere liegt, doch strotzen die spielbaren Szenen vor technischen Mängeln (wir spielen die PS4-Fassung). Immer wieder sind Mikroruckler zu merken. Hier und da poppen Fahrzeuge erst wenige Meter vor einem auf – ganz zu schweigen von der Weitsicht, die diesen Namen fast nicht verdient hat. Auch die Lichteffekte sind, vorsichtig gesagt, nicht immer realistisch. Da kann es ein, dass uns die Sonne auf einmal blendet und im anderen Moment eine Wolke einen Schatten wirft, das man meint in der Nacht angelangt zu sein.

Ebenfalls fragwürdig scheint die KI der Gegner zu sein. In den bislang von uns gespielten Missionen war es nicht nachvollziehbar, wieso ein Gegner in der einen Situation das Niedermetzeln seines Kollegen trotz direkten Blick auf das Geschehen reaktionslos geschehen lässt, uns in der nächsten Situation aber auf einmal selbst Gegner auf der anderen Seite einer Raum bemerkt haben wollen. Hinzu kommt, dass die bisherigen Missionen kaum Abwechslung bieten und nach einem Schema ablaufen. Gebiet betreten, entweder schleichend oder mit der Waffe in der Hand stürmend ein Ziel erreichen, dass da lautet etwas zu klauen, jemand zu töten oder jemanden zu verhören. Immerhin dürfen wir, wie bereits beschrieben, unser Vorgehen bestimmen. Auch wenn die dümmliche Gegner-KI dabei den Spielspaß etwas raubt und das Schleichen etwas zu mächtig ist. Zu einfach ist es beispielsweise Gegner per Pfeifen anzulocken und in’s Jenseits zu befördern.

Vorläufiges Fazit: Das Siel macht Spaß, das steht außer Frage. Die tolle Atmosphäre trägt hier viel zum Spielspaß bei. Doch die teils gruselige Technik lässt den Gedanken nicht mehr los, dass Mafia III eine Verschiebung gut getan hätte. Wir bleiben für euch am Wochenende natürlich in New Bordeaux und werden den Rachefeldzug von Lincoln Clay weiter begleiten. Unseren finalen Test mit Wertung findet ihr Anfang/Mitte der kommende Woche auf Playmoments.de!

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